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Rover – Sommerlager 2017 Norwegen

Sommerlager der Rover in Norwegen vom 28.07. – 12.08.2017 

 

Freitag der 28.07.2017 um 18 Uhr war der Beginn unseres Sommerlagers in Norwegen. Wir trafen uns auf dem Kirchplatz, verluden unser Gepäck in die zwei gemieteten Busse und wenig später ging  es mit einem zusätzlichen Elternteil als Fahrer auch schon los in Richtung Flensburg. Für die Kommunikation zwischen den Bussen und manchmal auch LKW-Fahrern hatten wir Walkie-Talkies und so erreichten wir nach einigen Pausen am frühen Morgen Flensburg. Dort gab es eine längere Schlafpause und wir kauften ein letztes Mal in Deutschland ein. Anschließend ging es noch einmal knapp vier Stunden zu unserer Fähre nach Dänemark und so waren die ersten 1200 km geschafft. In Hirtshals angekommen fuhren wir dann nachts mit der Fähre nach Larvik, welches im Süden von Norwegen liegt. Die nächsten Tage reisten wir nach Westen und dann nach Norden bis nach Bergen. Wir schliefen in 3er- Zelten, die wir entweder in der Wildnis oder bei netten Anwohnern aufschlugen.

 

Nachdem wir nachts gegen 4 Uhr einen Schlafplatz gefunden hatten und ausgeschlafen hatten, fuhren wir nach Kristiansand und besichtigten die kleine Hafenstadt, die an einer schönen Küste liegt. Danach brachen wir nach Norden auf, um unser Highlight, die Wanderung auf die „Trolltunga“ in Angriff zu nehmen. Dort angekommen hatten wir große Probleme einen Schlafplatz zu finden, wir suchten fast drei Stunden lang, bis wir schließlich eine Tunnelumführung fanden, wo wir zelten konnten. Dort aßen wir noch schnell zu Abend, um dann müde in die Schlafsäcke zu fallen, da wir am nächsten Tag eine anstrengende Tour vor uns hatten.

 

 

Früh machten wir uns auf den Weg, denn 9 Stunden wandern, 20 km Strecke und weit über 1000 Höhenmeter lagen vor uns, mit teilweise bis zu 16 Kg Gepäck. Es gab aber zum Glück viele Pausen und die beeindruckende Landschaft motivierte uns durchzuhalten. Dank einiger Regenschauer kamen wir etwas durchnässt und verfroren oben an und bauten völlig fertig die Zelte zwischen Felsen, Seen und Schnee etwa 1 km vor der Trolltunga auf. Es gab aufgrund fehlendem Salz und einiger anderer Schwierigkeiten sehr matschige Nudeln mit Pesto, doch wir waren alle sehr hungrig, weshalb das egal war. Nach einer stürmischen Nacht liefen wir morgens den letzten Kilometer zur berühmten Trolltunga vor, einem Felsvorsprung, der eindrucksvolle Fotos mit Blick auf den Stausee ermöglichte. Nach der Fotosession machten wir uns auf den Rückweg, wobei wir sehr deutlich die beanspruchten Muskeln vom vorherigen Tag spürten. Doch gut gelaunt ging es voran, denn es lagen diesmal kaum Steigungen vor uns, das Wetter spielte mit und wir mussten nur 14 km zurück laufen, da unsere Leiter zu den Bussen trampten und diese zu einem höher gelegenen Parkplatz fuhren, wo wir warteten. Nach den anstrengden 34 Kilometern kehrten wir zum letzten Schlafplatz  zurück und alle waren stolz auf die gemeinsam erbrachte und durchgestandene Leistung.

 

Nach dieser Tour fuhren wir weiter, um Bergen zu besichtigen. Wir sahen verschachtelte Sträßchen mit hübschen Häusern und einige von uns kauften auf dem Markt Elch- oder Walsalami. Schlafen konnten wir diesmal in einer Scheune und abends grillten wir mit unseren Gastgebern, welche uns nicht nur ein Dach über dem Kopf bescherten, sondern auch Sitzmöglichkeiten, Grill mit Zubehör und eine Toilette.

 

 

 

Nach der zweiten Nacht auf der Farm hatten wir noch eine weitere Wanderung vor uns. Ein enger, steiler, aber sehr schöner Weg vorbei an mehreren großen Wasserfällen. Einige Male war der Weg allerdings nur schwer auffindbar und wir suchten uns mehr rutschend als laufend einen Pfad. Doch für die Aussicht auf die Wasserfälle, die uns noch mit einigem Wasser besprühten, lohnte sich der Weg. Jetzt war es noch eine Übernachtung, bis wir in unserem Selbstversorgerhaus ankamen. Diese Übernachtung gestalteten wir relativ einfach unter einer Plane zwischen unseren Bussen.

 

 

 

Jetzt ging es schon in Richtung der Hütte, die wir für die zweite Woche gebucht hatten. Diese befand sich auf  1000 Höhenmetern auf einer Hochebene. Der Ausblick war wunderschön und immer mal wieder spazierten ein paar Schafe durch den Garten, unter unserem gehissten Banner. Jetzt begann eine, nach der Woche in den Zelten herbeigesehnte, gemütliche Zeit. Wir spielten viel und genossen die Vorzüge einer Dusche und einer großen Küche. Nach einem Tag begannen auch schon an die Vorbereitungen für die Versprechen. Jeder führte mit jedem ein Gespräch und schließlich kam der Tag an dem die 5 Versprechlinge ihre Texte schrieben. Das Thema war „querfeldein – gemeinsam entdecken“. Es gab eine thematische Einführung von den Älteren der Gruppe, welche nochmal die Punkte „Gemeinschaft“, „Selbstständigkeit“ und „Verantwortung“ in der Roverstufe und im eigenen Leben einbrachte. Abends gab es dann  Nudelsuppe, Burger und Eis mit Himbeersoße. Dann fuhren wir, teilweise mit verbundenen Augen zum Versprechensplatz. Hier liefen wir noch einige Zeit steil bergauf und als uns die Augenbinden abgenommen wurden bot sich uns ein toller Anblick. Wir befanden uns auf dem höchsten Berg in der Gegend, die Sonne ging hinter den Wolken unter, und das Banner wehte im Kerzenlicht im Wind. Nach der Feier gab es noch Punsch und dann ging es im Dunkeln wieder zurück zum Haus.

 

Die nächsten Tage verbrachten wir spielend und uns unterhaltend, dann war auch schon der Abreisetag gekommen. Es ging wieder mit der Fähre zurück und nach der Schlafpause in Flensburg, wo wir uns alle noch ein bisschen Zivilisation in Form von Burgern im „Peter Pane“ gönnten kamen wir samstagmorgens, am 12.08.2017, nach insgesamt 4000 km ziemlich erschöpft, aber voller toller Erfahrungen und Eindrücke und einem phänomenalen und einzigarten Rover Sommerlager wieder in Landau an.